Jeder Hund bringt seine eigene Geschichte mit
Wie alles begann und warum ich heute so arbeite
Der Wunsch nach einem eigenen Hund war schon als Kind da. Wirklich begonnen hat mein Weg aber im Tierheim, als ich regelmäßig mit Hunden Gassi gegangen bin. Aus diesen Besuchen ist mehr geworden und irgendwann wurde aus einem dieser Hunde mein erster eigener Hund.
Mit ihm habe ich schnell gemerkt, dass beim Zusammenleben und im Training nicht immer alles automatisch funktioniert. Es gab Themen, die uns lange begleitet haben und die mich gefordert haben. In dieser Zeit habe ich vor allem gelernt, wie wichtig Geduld, Klarheit und eine gute Struktur im Alltag sind. Training bedeutet nicht, möglichst viele Dinge gleichzeitig zu lösen, sondern die richtigen Prioritäten zu setzen.
Durch meine enge Verbindung zum Tierschutz kamen weitere Hunde in mein Leben. Ich habe mehrere Pflegehunde aufgenommen und mit sehr unterschiedlichen Charakteren gearbeitet. Jeder Hund brachte seine eigene Geschichte und eigene Bedürfnisse mit. Genau das hat meinen Blick auf Training geprägt, weil es mir immer wieder gezeigt hat, dass es kein Konzept gibt, das für alle gleich passt.
Der Tierschutz ist für mich bis heute mehr als ein Nebenaspekt. Hunde, die nicht ganz unkompliziert starten oder Unsicherheiten mitbringen, begleite ich besonders gerne. Hier zeigt sich oft, wie wichtig klare Kommunikation, realistische Erwartungen und konsequente, aber faire Strukturen sind.
Die Ausbildung zur Hundetrainerin habe ich begonnen, weil ich mein Wissen vertiefen und eine andere Perspektive auf Training bekommen wollte. Ich wollte lernen, wie man Trainingsprozesse sinnvoll aufbaut und Menschen so anleitet, dass sie selbst verstehen, was sie tun. Nicht nur Tipps geben, sondern Zusammenhänge erklären.
Heute arbeite ich strukturiert und direkt, dabei aber immer auf Augenhöhe. Mir ist wichtig, dass ihr euch nicht in zu vielen Baustellen verliert, sondern klar entscheidet, was euch wirklich wichtig ist. Hunde können viel lernen, wenn wir verständlich und konsequent bleiben. Gleichzeitig gehört es für mich dazu, auch kleine Fortschritte bewusst wahrzunehmen und nicht nur auf das zu schauen, was noch nicht perfekt ist.
Ich freue mich darauf, euch und euren Hund ein Stück auf eurem Weg zu begleiten.
Nina Frey




